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Die Wurzeln deutscher Geschichte sind in Swakopmund unverkennbar. Stuenden da nicht die Palmen, koennte man sich wie in einem Nordseebad fuehlen. Viele deutsche Strassen- und
Gebaeudenamen tragen hierzu nicht unwesentlich bei. Spaetestens, wenn am fortgeschrittenen Abend oder in den fruehen, nebligen Morgenstunden die Heizung im Auto aufgedreht werden muss, kommen
Zweifel daran auf, dass man sich hier in Afrika befindet.
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Im Jahre 1884 wurde Suedwestafrika zum deutschen Schutzgebiet erklaert. Das Deutsche Reich uebernahm den Schutz ueber die von Adolf Luederitz gekauften Gebiete. Der Kontakt zum fernen Europa
war allerdings nur ueber Haefen moeglich. Entlang der 1.400 km langen Kueste gab es jedoch nur zwei Buchten, die fuer deren Errichtung als geeignet empfunden wurden: Luederitz und Walvis Bay, die jedoch
beide von einem Sandduenenguertel umgeben waren.
1882 landete Hauptmann Curt von Francois mit seinem Kanonenboot noerdlich der Swakop-Muendung. Da man hier Suesswasser fand und auch das Hinterland relativ gut zu erreichen war, liess man
sich hier nieder. Bereits ein Jahr spaeter landeten auch schon die ersten Schutztruppler und Siedler. Die Besiedelung gestaltete sich allerdings alles andere als einfach. Der Dampfer musste etwa einen
Kilometer vor der Kueste festmachen; die Ladung musste mit einfachen Ruderbooten durch die Brandung bugsiert werden, wenn es der Seegang zuliess. So baute man zwischen 1904 und 1907 eine Holzbruecke, die
eine Gesamtlaenge von 325 Metern erreichte. Sie wurde 1916 von der suedafrikanischen Besatzungsmacht wieder abgerissen, da sie bereits voellig verfallen war.
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1912 begann man mit dem Bau einer Eisenbruecke, die 640 Meter lang werden sollte. Da der erste Weltkrieg ausbrach, wurde die sog. Jetty jedoch nur bis zu einer Laenge von 262 Metern
fertiggestellt (rechts).
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Die Strandpromenade ist sehr gepflegt und eignet sich hervorragend fuer einen kleinen Spaziergang (links).
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Unweit der Kueste steht das Bezirksgericht aus dem Jahre 1901; direkt dahinter der 21 Meter hohe Leuchtturm aus dem Jahre 1902 (rechts und unten).
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Auf der Gruenanlage des Gerichts steht das Marinedenkmal, welches an die Teilnehmer des Marine-Expeditionskorps, die waehrend der Herero-Aufstaende 1904 und 1907 ihr Leben liessen, erinnert.
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Auf dem grossen Platz davor bieten Einheimische ihre Waren feil. Hauptsaechlich Holzschnitzereien in jeder beliebigen Groesse kann man hier erstehen (rechts).
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Das 1905 erbaute Woermann- Haus (links), einst Sitz einer Handelsfirma, diente zwischen 1924 und 1972 als Schueler- heim. Als es Mitte der 70er-Jah- re abgerissen werden sollte, regte sich
Widestand. Das Haus wurde sodann im Jahre 1975 restauriert und beherbergt nur die Bibliothek, eine Kunstgalerie sowie das Informationsbuero.
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Auch die im typisch deutschen Kolonialstil erbaute Kaserne (links) stammt aus dem Jahre 1905. Sie wurde urspruenglich fuer das deutsche Eisenbahn- regiment errichtet, das 1905 die Bruecke
baute. Heute ist sie ein Jugendheim.
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Kinder auf der Strasse.
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Im Zentrum befinden sich weitere praechtige Bauten (unten)
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Der alte Bahnhof von 1901 diente bis vor kurzem seinem urspruenglichen Zweck. Heute halten die Zuege indessen am oestlichen Stadtrand. Nachdem die Gleise demontiert wurden, wird der Bahnhof
nur noch als Eingangsbereich eines Luxus- Hotels verwendet.
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Etwa 2 km ausserhalb der Stadt kann man das alte Dampfmobil “Martin Luther” besichtigen, welches einst die Ochsenkarren ersetzen sollte, da das Vieh in der Hitze haeufig verendete.
Allerdings stellte sich der enorme Durst des Gefaehrts in der trockenen Wueste als problematisch heraus. Und so steht das “Mobil” nun hier, getreu dem Motto: “Hier steh´ ich, ich kann nicht anders”...
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